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Our Story

Die wesentlichen Etappen unserer 25-jährigen Firmengeschichte.

Aus der Forschung in die Anwendung - die ersten Jahre
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Nach umfangreichen Forschungsarbeiten, u.a. an der Kontinentalen Tiefbohrung KTB (Deutschland), dem HDR Projekt Hijiori (Japan) und dem Europäischen HDR Forschungsprojekt Soultz-sous-Forets (Frankreich) gründete der Geophysiker Ralph Weidler im Jahr 2001 die Q-con GmbH  - mit dem Ziel, die gewonnenen Forschungsergebnisse in kommerzielle Anwendungen zu führen.

 

Der anfängliche Schwerpunkt lag auf dem Reservoir Engineering, insbesondere auf neuartigen Stimulationsverfahren zur Erschließung natürlich geklüfteter Hartgesteine, wie sie beim HDR/EGS Verfahren und in manchen Kohlenwasserstofflagerstätten vorkommen. Schnell wurde deutlich, dass das Seismische Monitoring zur Visualisierung und Analyse der Bruchvorgänge eine zentrale Rolle für ein kontrolliertes Stimulationsverfahren spielen wird. In dieser frühen Phase konnte die Q-con den Seismologen Stefan Baisch als Partner gewinnen. Er leitete fortan die Entwicklung dieses Themenbereichs.

 

Der Durchbruch
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Bereits im Folgejahr kamen die selbst entwickelten Algorithmen für ein seismisches Real‑Time‑Monitoring erfolgreich zum Einsatz. Beim Geothermieprojekt in Bad Urach (Deutschland) gelang ein historischer Durchbruch: Erstmals konnten während einer hydraulischen Stimulation belastbare Echtzeitinformationen über die induzierte Seismizität gewonnen und damit die Operation gezielt gesteuert und kontrolliert werden.​

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Dieser Erfolg weckte in der Branche weltweit Aufmerksamkeit. In den darauffolgenden Jahren erhielt die Q-con zahlreiche internationale Aufträge für die Planung und das Monitoring hydraulischer Stimulationmaßnahmen, u.a. für das australische EGS Projekt der Geodynamics Ltd. und für eine Tight-Gas Lagerstätte der Santos Ltd. Diese Operationen waren die bis dato größten Stimulationskampagnen auf dem australischen Kontinent.​​​

Der Paradigmenwechsel
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Das Induzieren von Scherbrüchen durch die Injektion von reinem Wasser unter hohem Druck galt zu diesem Zeitpunkt als vielversprechendste Methode für die Erschließung tiefer geothermischer Ressourcen. Durch das Aufweiten vorhandener Klüfte konnte heißes Thermalwasser im Untergrund mobilisiert und anschließend gefördert werden. Die dabei erzeugten seismischen Ereignisse – weit unterhalb der Spürbarkeitsgrenze – waren gewollt und dienten als Indikator für den Fortschritt der Stimulation.

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Mit dem Auftreten schadensrelevanter Erschütterungen bei den Geothermieprojekten in Basel und in Landau änderte sich das Bild jedoch schlagartig. Die Zukunft der Geothermie, insbesondere der EGS‑Technologie, schien über Nacht infrage gestellt. Seither ist die induzierte Seismizität empfindlichster Angriffspunkt der tiefen Geothermie und stellt für viele Projektentwickler eine zentrale Herausforderung für die Genehmigung und öffentliche Akzeptanz ihrer Vorhaben dar.

 

Die Q-con GmbH heute
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Die wissenschaftlichen Fragestellungen der Q-con sind seit 25 Jahren im Kern zwar unverändert, doch der Fokus hat sich im Laufe der Zeit deutlich verlagert. Heute gilt die Vermeidung von spürbarer Seismizität, zumindest in besiedelten Gebieten, als oberste Prämisse bei Geothermie-, Öl-, Gas- und Bergbauprojekten. 

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Vor diesem Hintergrund setzt die Q-con ihre seismologische Expertise seit nunmehr 15 Jahren vorrangig dafür ein, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und schadensrelevante Seismizität zu vermeiden. â€‹â€‹â€‹Zusammen mit unseren Kunden haben wir unsere Forschungsergebnisse vielfach in internationalen Fachzeitschriften publiziert. Zudem waren wir in verschiedenen Ländern an der Entwicklung von nationalen Richtlinien zum Umgang mit den Risiken von induzierter Seismizität beteiligt. 

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Durch unsere Forschungs- und Projektaktivitäten haben wir wesentliche Fortschritte im Verständnis der induzierten Seismizität erzielt und die Zusammenhänge zwischen bergbaulichen Tätigkeiten und der seismischen Reaktion des Untergrunds aufdecken können. Wir beabsichtigen, auch in Zukunft substanzielle Beiträge zu einer effektiven und sicheren Nutzung der tiefen Geothermie zu leisten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen schließen wir nicht aus, dass auch die EGS‑Technologie mit neuem Wissen und moderner Technologie eine Renaissance erleben kann und das immense und nachhaltige Potenzial dieser Ressource eines Tages für uns nutzbar wird.

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